Düsterminne,
dazu gehören düstere Lieder, Geschichten, Märchen, Gedichte, Moritate und was mir noch alles einfallen wird.
Dieses Projekt hat den Ursprung in meinem Liverollenspielcharakter Thegenhardt der schwarze Widder, meiner Liebe zu den Gedichten der Hochgothik, speziell Walter von der Vogelweide und den Texten von Heinrich Heine.
Thegenhardt, ein alter, gefallener, böser Ritter, auf der Suche nach einem letzten Stück Glück, eignet sich hervorragend um in sich selbst düstere Geschichten zu (er)finden.
Eigentlich wollte ich nur für einen Abend ein trauriges Gedicht schreiben um die fröhliche Runde zu verstören. So entstand "Der Rabe" als erstes Gedicht.
Und da mir das Schreiben so viel Spaß machte, entstanden im Laufe der kommenden Jahre noch ungefähr 70 weitere Gedichte mit traurigen und verzweifelten Texten über die unerfüllte Liebe, das Scheitern, Verlust und Abschied. Also klassische Liebeslyrik.
Dazu verschiedene Hintergrundgeschichten, Sagen und Märchen. So bildeten sich an vielen Abenden wunderbare Minnerunden.
Aber irgendwie fehlte mir etwas.
Eines Abends, ich war hinreichend unnüchtern, lieh ich mir eine Gitarre, klimperte etwas darauf herum und entdeckte, dass ich alles was ich mal konnte verlernt hatte. Aber voll motiviert und nach vielen Bedenken, holte ich mir eine möglichst günstige Gitarre zum ausprobieren. Und die Gesangsstimmme? Nun, ich dachte mir, zu einem alten Ritter passt auch eine alte Stimme, also übte ich viel mit Chormusik und Liedern von Heino (kein Witz!).
Seit diesem Abend sind jetzt ein paar Jahre vergangen, die ersten Lieder entstanden 2018 und waren "ich zog mir einen Molosser" und "Ich vergaß deine Augen zu schließen". Seitdem (Stand 2023) ist die Zahl der Lieder auf 115 angewachsen.
Darunter modernere autobiographische Stücke, Minnedichtung, Moritate, Lieder fürs Liverollenspiel und postapokalyptischer Country und Western.
Eigentlich nur für mich selbst und zufällige Zuhörer bestimmt, bekam ich immer wieder so viel Zuspruch, dass ich den Schritt gehen möchte, euch meine Düsterminne vorzustellen.
Das Projekt läuft derzeit Do-it-yourself, ohne Label, auf Selbstkostenbasis und mit meinen geringen Fähigkeiten und grundlegenden Abneigungen gegen Technik, mal schauen, wohin es sich entwickelt.
Eigentlich sind es nur Liebeslieder zum Freuen, Weinen, sich in den Arm nehmen, Träumen und Erwachen.
Ich hoffe, ihr habt daran genausoviel Freude wie ich.